Digital Law

Influencer Marketing – Ein Blick auf die Kennzeichnungspflichten in Deutschland und den USA

27. Mai 2021

Wann müssen geteilte Beiträge als „Werbung“ gekennzeichnet werden?

von Sinja Slawig

Zweifelsohne wird es heutzutage immer beliebter, Produkte über die sozialen Netzwerke zu vermarkten. Studien haben gezeigt, dass das Kaufverhalten von Verbraucher*innen eher angeregt wird, wenn diese Empfehlungen von Freund*innen und guten Bekannten erhalten. Traditionelle Marketingstrategien hingegen sind im Vergleich oft weniger erfolgreich. So genannte Influencer*innen werden von Unternehmen sowie Dienstleister*innen instrumentalisiert, damit diese ohne großen Aufwand für sie werben. Durch eine oftmals freundschaftliche und durchaus persönliche Beziehung zu den eigenen Anhänger*innen, lassen sich Produkte besonders gut vermarkten. Problematisch ist hierbei allerdings, dass es den Verbraucher*innen oft schwer fällt zwischen solchen Beiträgen, die aus privaten Gründen und solchen, die gegen eine Vergütung geteilt wurden, zu unterscheiden. In solchen Fällen wird die Gutgläubigkeit und das Vertrauen der Verbraucher*innen missbraucht. Nicht immer steckt eine böse Absicht hinter der Nichtkenntlichmachung von bezahlten oder auch unbezahlten Beiträgen, sondern häufig auch Ungewissheit, welche sich sowohl in Deutschland als auch in den USA zeigt.

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Legal Tech und das Anwaltsprivileg – Revolution der Rechtsberatung oder unzulässig?

17. Mai 2021

– Gastbeitrag von Lennart Lehmann

Legal Tech und das Anwaltsprivileg – Revolution der Rechtsberatung oder unzulässig?

Einleitung und einschlägige Normen

Ein viel diskutiertes Thema der letzten Jahre war und ist Legal Technology (kurz: Legal Tech). Sehr umstritten sind die Zulässigkeit der Rechtsberatung mithilfe von technischen Mitteln und die Geschäftsmodelle von einzelnen Anbieter*innen.

Es stellt sich im Hinblick auf die immer bekannteren Inkassodienstleister*innen die Frage, inwieweit diese eine rechtsberatende Tätigkeit im Rahmen des Rechtsdienstleistungsgesetzes ausführen dürfen und wie die Zulässigkeit der aktuellen Geschäftsmodelle zu betrachten ist.

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Verordnungsvorschlag zur Regelung von „Künstlicher Intelligenz“

14. Mai 2021

Ende vergangen Monats veröffentlichte die EU-Kommission ihren Verordnungsvorschlag für „Systeme der künstlichen Intelligenz (KI)“.

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Ein Kurzbeitrag zum Einfluss der Digitalen-Inhalte-Richtlinie auf das Bürgerliche Gesetzbuch

7. Mai 2021

– Justin Rohde

I.  Ausgangspunkt

Schaut man sich exemplarisch das immer größer werdende Streaming-Angebot an, wird deutlich, dass das digitale Geschäft kontinuierlich bedeutsamer wird. Dabei stellen die neuen – mannigfaltig ausgestalteten – Vertragsmodelle das pandektistisch geprägte Bürgerliche Gesetzbuch vor besondere Herausforderungen.

Mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für das Ausschöpfen des technologischen Entwicklungspotentials grenzübergreifend zu schaffen, hat die Europäische Union ein digitales Modernisierungspaket (vgl. EU-Amtsbl. L136 v. 22.5.2019) verabschiedet, das u.a. die Digitale-Inhalte-Richtlinie (DIRL – RL (EU) 2019/770) umfasst.

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Benachteiligung von Frauen durch Stimmverarbeitung in Videokonferenzen

6. Mai 2021

Frauen werden durch die Stimmverarbeitung bei Videokonferenzen benachteiligt. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler*innen der Universität Magdeburg und Sønderborg. 

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